Name: Friedrich Merz
Geburtsdatum & -ort: 11. November 1955, Brilon
Partei: Christlich Demokratische Union (CDU)
Aktuelles Amt: Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (seit Mai 2025) – regiert jedoch faktisch im Schwitzkasten der SPD.
Jurist: Studium in Bonn, Richter am Amtsgericht (kurzzeitig), danach Rechtsanwalt. Merz weiß also theoretisch, was Recht und Gesetz sind – auch wenn er sie politisch gerne biegt (siehe Schuldenbremse).
Die BlackRock-Jahre: Bevor er Deutschland übernahm, übte er an der Wirtschaft: Als Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland (2016–2020) knüpfte er die Kontakte, die ihm heute als "Kanzler der Konzerne" sicher nicht schaden. Kritiker nannten es Lobbyismus, er sah es wohl als Vorbereitung. Jedenfalls nutzt er diese Expertise nun offenbar, um deutsche Steuergelder kreativ in der EU zu verteilen.
Privat: Verheiratet mit Charlotte Merz, drei Kinder, Hobby-Pilot eines eigenen Flugzeugs.
12/2025: Architekt der neuen EU-Schuldenunion (gegen das eigene Wahlversprechen).
Seit 05/2025: Bundeskanzler (Kabinett Merz I) in einer GroKo mit der 16%-SPD.
02/2025: Wahlsieger der Bundestagswahl (28,5%).
2022 – heute: Vorsitzender der CDU.
2009 – 2021: Rückzug aus der Politik in die freie Wirtschaft, nachdem er den Machtkampf gegen Angela Merkel verloren hatte.
2000 – 2002: Unions-Fraktionsvorsitzender (bis Merkel ihn verdrängte).
Schwerpunkte: Flexibilität und Machterhalt um jeden Preis. Merz hält dogmatisch an der "Brandmauer" nach rechts fest, was ihn strategisch in eine Sackgasse manövriert hat und ihn zum Befehlsempfänger linker Koalitionspartner macht. So schafft er das Kunststück, gleichzeitig als konservativer Hardliner und als Erfüller sozialdemokratischer Ausgabenträume aufzutreten – je nachdem, was für den Machterhalt gerade nötig ist.
Gestern noch Gralshüter der "Schwarzen Null" und Gegner von Eurobonds, heute der Kanzler, der die Schuldenbremse umgeht und für die Kredite anderer Länder bürgt.
Der "Zufallskanzler": Friedrich Merz sitzt im Kanzleramt, aber seine Legitimation steht auf tönernen Füßen. Dass es überhaupt für eine Mehrheit reichte, liegt einzig daran, dass das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) äußerst dubios an der 5%-Hürde scheiterte. Wahlexperten und Beobachter zweifeln dieses Ergebnis bis heute an oder halten es für statistisch höchst unwahrscheinlich. Wäre das BSW eingezogen, wäre Merz heute Geschichte.
Die "Brandmauer-Falle" (Doppelt dumm):
Merz' größter Fehler war das Festhalten an der sogenannten
Brandmauer zur AfD. Was er als "Haltung" verkauft, ist faktisch
undemokratisch (da Millionen Wählerstimmen
ignoriert werden) und machtpolitisch ein Desaster.
Indem er sich selbst jede Option rechts der Mitte verbot, machte er
sich erpressbar. Er musste die SPD (16,4%) in die
Regierung holen. Die Folge: Die Wahlverlierer diktieren den Kurs,
Merz darf nur unterschreiben.
Die Konsequenzen (Wortbruch am laufenden Band):
Diese Erpressbarkeit wurde sofort sichtbar. Im Wahlkampf war die
Schuldenbremse noch heilig ("Keine Aufweichung mit
mir!"). Kaum im Amt, nickte er auf Druck der SPD ein
500-Milliarden-Euro-Paket ab und beerdigte die fiskalische Vernunft.
Auch bei der Migration ("Grenzen dicht!") vollzog er eine 180-Grad-Wende. Um den Koalitionsfrieden mit der linken Seite nicht zu gefährden, erklärte er plötzlich, dass "niemand ernsthaft von geschlossenen Grenzen rede". Merz regiert nicht – er wird regiert.
Vor der Wahl: "Russland zahlt". Nach der Wahl: "Der deutsche Steuerzahler bürgt".
Im Dezember 2025 konnte Friedrich Merz seinen bevorzugten Plan nicht durchsetzen: Die Ukraine-Hilfen primär aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu finanzieren. Der entschiedene Widerstand vor allem aus Belgien (und unterstützt von Frankreich sowie anderen) machte eine direkte Nutzung der Assets vorerst unmöglich – aus Angst vor rechtlichen Risiken und russischer Vergeltung.
Statt den Deal scheitern zu lassen oder auf seinem "Plan A" zu beharren, präsentierte Merz den Kompromiss als "großen Erfolg" und "pragmatische Lösung": Die EU nimmt gemeinsame Schulden am Kapitalmarkt auf – genau jene Form der Vergemeinschaftung, die die Union jahrzehntelang als "Eurobonds durch die Hintertür" verteufelt und vehement abgelehnt hat.
Die Rechnung zahlt der Michel: Während Länder wie Ungarn, die Slowakei und Tschechien sich fein rausgehalten haben, trägt Deutschland als größter Nettozahler das Hauptrisiko. Experten schätzen die zusätzliche Zinsbelastung für den EU-Haushalt auf rund 3 Milliarden Euro jährlich – mit Deutschland als größtem Nettozahler im Hauptfokus. Da renommierte Ökonomen (u. a. Ifo und ZEW) eine Rückzahlung des Kredits durch die Ukraine „in kaum einem Szenario“ für realistisch halten, ist es faktisch ein Geschenk auf Pump – finanziert durch deutsche Bonität. Merz verkaufte diese Kapitulation in Brüssel allen Ernstes als "Erfolg".
Zeitraum: Dezember 2025
Ein Wahlversprechen, das mit atemberaubender Geschwindigkeit über Bord geworfen wurde – ein wahres Meisterwerk an Flexibilität!
Friedrich Merz trat im Wahlkampf 2025 als Verfechter der Schuldenbremse auf und versprach, fiskalische Disziplin wiederherzustellen. Er kritisierte die Ampel-Regierung scharf für ihre Haushaltspolitik und schloss neue Schulden kategorisch aus. Doch kaum war die Wahl vorbei, kündigte er im März 2025 ein 500-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm mit der SPD an, inklusive Ausnahmen von der Schuldenbremse – ein klarer Bruch seiner Versprechen.
Zeitraum: Wahlkampf 2025 – März 2025
Quelle: ZDFheute: Merz' Wende in der Schuldenpolitik: Whatever it takes